Der Autor (im Buch: "Nachtrag zum Vorwort)

Angekündigt habe ich es, vergessen dennoch, wahrscheinlich, weil es mir nicht liegt: Zeilen über meine Person zu verfassen, damit Sie wissen, mit wem Sie es zu tun haben. Ich fasse mich kurz:

Heute, am 21. Juli 2010, bin ich 46 Jahre alt, geschieden, habe eine Tochter, die ich über alles liebe und die mit ihren 15 Jahren immer erwachsener wird, eine Freundin, die nicht nur mein Lebenspartner, sondern auch mein bester Freund ist; in einigen Wochen kommt unser gemeinsamer Sohn auf die Welt, sodass die noch fehlenden 14 Autoren-Porträts bald geschrieben sein müssen, weil statt Literatur Windelnwechseln, Fläschchen geben und was sonst noch alles zu tun sein wird angesagt sind.

Mit Büchern fühlte ich mich schon immer verbunden. Sie waren meine Türen in Welten, die ich nicht kannte, und auf diese Art und Weise kennenlernen durfte. Zwangsläufig erlernte ich den Beruf des Buchhändlers (wie Hermann Hesse), habe aber mein großes Ziel, eines Tages eine eigene Buchhandlung zu führen, nicht realisieren können. So ganz in andere Gefilde verschlagen hat es mich aber auch nicht: Mit der Gründung meines Verlags interna vor zehn Jahren habe ich mir einen Traum erfüllt. So verkaufe ich nicht nur Bücher, ich „mache“ sie sogar.

„Du sollst vor Liebe brennen, und vor Begeisterung“, singt Wolfgang Ambros in einem André-Heller-Lied. Und dieses Zitat ist treffend für die Zeit, die ich mit den Werken verbracht habe, die ich Ihnen auf den folgenden Seiten vorstellen werde. Ich denke an meinen Freund Ralph, der ähnlich tickt wie ich, wenn er etwas macht. Nur, dass er keine Bücher schreibt, sondern läuft, unter anderem an einem 100 km-Lauf durch die Schweizer Alpen teilgenommen hat. Viele werden denken: „Was hat er denn davon?“, zumal man sehen muss, dass er sich ein Jahr auf dieses Ereignis vorbereiten musste, von vornherein wissend, nicht als Erster die Ziellinie zu überqueren. Sie müssen nur sein Gesicht sehen, wenn er über diesen Lauf spricht, dann kennen Sie die Antwort.

Und so schreibe auch ich diese noch fehlenden 14 Porträts, weiß genau, dass ich nicht wissenschaftlich gearbeitet habe, dass vieles subjektiv ist und dass meine Leser zu einzelnen Werken anderer Meinung sein können und werden. Aber dieses - mein Buch - möchte ich wie meinen Sohn in einigen Wochen in meinen Händen halten.

So, wie Sie mich nun ein wenig kennengelernt haben, möchte ich Sie kennenlernen. Denn dieses Buch werden Sie nur gekauft haben, wenn Sie sich für das Thema interessieren. Was hat Ihnen gefallen, was hat Ihnen nicht gefallen? Wie stehen Sie in Beziehung zu den einzelnen in diesem Buch vorgestellten Werken? Und: Welche Autoren fehlen, was können Sie mir empfehlen? Ich freue mich auf Ihre Antwort, am Besten per E-Mail an jm@verlag-interna.de.

Ich liebe dieses Buch. Ich wünsche Ihnen, dass auch Sie es lieben werden und es Ihnen ein stets treuer Begleiter sein wird.

Jörg Mielczarek