13. Chronologische Übersicht (1931 - 1932)

1931
Jakob Wassermann , Etzel Andergast.

1931
Heinrich Mann wird Präsident der Sektion Dichtkunst der Preußischen Akademie der Künste.

1931
Ricarda Huch wird der Goethepreis der Stadt Frankfurt am Main verliehen.

1931
Emil Strauß, Der Schleier.

1931
Gertrud von le Forts bedeutendste Novelle Die Letzte am Schafott erscheint. Mit ihrem Werk weist sie auf die Bedrohung durch den erstarkten Nationalsozialismus hin.

1931
Erich Kästner veröffentlicht das Kinderbuch Pünktchen und Anton sowie den Roman Fabian. Die Geschichte eines Moralisten.

1931
In dem Roman Der Weg zurück, einer Fortsetzung seines Welterfolgs Im Westen nichts Neues, beschreibt Erich Maria Remarque, wie die Überlebenden nach dem Krieg versuchen, wieder im Zivilleben Fuß zu fassen.

1931
Schloß Gripsholm, Kurt Tucholskys heiter-melancholischer Kurzroman, erscheint.

1931
Mit seinem Roman Bauern, Bonzen und Bomben erlangt Hans Fallada ersten schriftstellerischen Erfolg.

1931
Bolwieser, ein Roman Oskar Maria Grafs erscheint.

1931
Auf Vorschlag von Carl Zuckmayer erhält Ödön von Horváth für sein Drama Italienische Nacht den renommierten Kleist-Preis. Geschichten aus dem Wienerwald wird am 2. November am Deutschen Theater Berlin uraufgeführt.

7. Januar 1931
Die politische Rechte demonstriert in Wien gegen den Anti-Kriegsfilm Im Westen nichts Neues nach dem Roman von Erich Maria Remarque. Die österreichische Regierung beugt sich dem Druck und verbietet den Film.

5. März 1931
Carl Zuckmayers Der Hauptmann von Köpenick wird am Deutschen Theater Berlin uraufgeführt.

15. März 1931
Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland steigt auf fast fünf Millionen. Nur die Hälfte von ihnen ist durch die Arbeitslosenversicherung abgesichert.

14. April 1931
Spanien wird eine Republik.

1. Mai 1931
Das Empire State Building in New York wird eingeweiht. Mit 381 Metern Höhe und 102 Stockwerken ist es das höchste Gebäude der Welt.

13. Mai 1931
Das Internationale Olympische Komitee vergibt die Sommerspiele 1936 an Berlin.

11. Oktober 1931
„Harzburger Front“. Tagung von NSDAP, DNVP, Stahlhelm, Reichslandbund und dem Alldeutschen Verband in Bad Harzburg auf Initiative des DNVP-Vorsitzenden Alfred Hugenbergs in Bad Harzburg, um die Geschlossenheit der rechten Kräfte gegen die Weimarer Republik öffentlich zu demonstrieren.

21. Oktober 1931
Mit Arthur Schnitzler stirbt einer der führenden Vertreter der Wiener Moderne.

31. Dezember 1931
Die Arbeitslosenzahl in Deutschland steigt auf 5,6 Millionen.

1931 – 1932
Die ersten beiden Teile von Robert Musils unvollendetem Roman Der Mann ohne Eigenschaften werden veröffentlicht.

1932
Alle Galgenlieder erscheinen. Erstmals 1905 veröffentlicht, wird die Gedichtsammlung Christian Morgensterns um 14 Gedichte aus dem Nachlass erweitert und von seiner Witwe Margareta herausgegeben.

1932
Ernst Wiechert, Die Magd des Jürgen Doskocil. Für den Roman erhält der Autor den Volkspreis für Volksdichtung der Wilhelm-Raabe-Stiftung.

1932
Joseph Roths bedeutendster Roman Radetzkymarsch erscheint.

1932
Else Lasker-Schüler erhält den renommierten Kleist-Preis.

15. Februar 1932
6,1 Millionen Menschen in Deutschland sind arbeitslos. Konkret heißt das, dass jeder dritte Arbeitnehmer in Deutschland ohne Arbeit ist.

10. April 1932
Reichspräsident Paul von Hindenburg erhält 53 % aller abgegebenen Stimmen und siegt in der Präsidentenwahl gegen Adolf Hitler (36,8 %).

10. Juni 1932
Hans Falladas „Volksmärchen“ ( Jakob Wassermann ) Kleiner Mann, was nun? erscheint im Rowohlt Verlag und wird ein Welterfolg.

31. Juli 1932
Reichstagswahlen. Stärkste Partei wird die NSDAP (37,3 %). Nach Gewinnen der KPD (14,3 %) sind die demokratischen Parteien ohne Mehrheit im Parlament.

6. August 1932
Die erste deutsche Autobahnstrecke verbindet Bonn und Köln.

6. November 1932
Die NSDAP verliert Stimmen (33,1 %), die KPD erzielt ihr bestes Ergebnis (16,9 %).

Ende 1932
Leonhard Frank nimmt sich des Themas Massenarbeitslosigkeit an, Von drei Millionen drei erscheint.

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